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Programmschwerpunkt Deutsch-Französische Beziehung

Der Chirurg Julien (Philippe Noiret) behandelt in seinem Krankenhaus auch Résistance-Kämpfer. Die faschistische Miliz ist ihm bereits auf den Fersen. Um seine Frau Clara (Romy Schneider) und ihre Tochter Florence zu schützen, versteckt er beide auf dem Familiensitz: einem kleinen Bergschloss. Bei seinem nächsten Besuch erwarten ihn aber nichts als Stille, die Überreste seiner ermordeten Familie und die SS. Den Verlust seiner Lieben ständig vor Augen, beginnt er ihren Tod mit der Waffe, mit der schon sein Großvater jagte, zu rächen.

Während der Film in Frankreich sowohl von der Kritik als auch vom Publikum (über drei Millionen Zuschauer) sehr gut aufgenommen wurde, kam der Film in BRD trotz der beteiligten Münchner Produktionsfirma stark geschnitten und wenig beachtet unter dem Titel Abschied in der Nacht ins Kino. In der DDR dagegen erreichte der Film als Das alte Gewehr das Publikum ohne Kürzungen. Die Rezeption spiegelt damit auch den unterschiedlichen Stellenwert deutscher Kriegsverbrechen in den Erinnerungskulturen Frankreichs, der BRD und der DDR wider, denn Le vieux fusil gilt gemeinhin als filmische Aufarbeitung des Massakers von Oradour.

Das alte Gewehr
Frankreich/BRD 1975. R: Robert Enrico. D: Philippe Noiret, Romy Schneider, Jean Bouise. Musik: François de Roubaix. 103 Min. 35mm. OmU

Einführung: Dr. Andrea Erkenbrecher (Historikerin / Kuratorin)

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