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Bevor er 1971 mit „Lasst die Kadaver bräunen“ erstmals als (bald gefeierter) Autor von Kriminalromanen in Erscheinung trat, drehte Jean-Pierre Bastid nach einigen Regieassistenzen (u. a. für Jean Cocteau) unter dem ironischen Pseudonym „Jean-Loup Grosdard“ einige billig produzierte, aber ungemein kreative Genrefilme.

Nach dem idiosynkratischen Pulp-Noir Massacre pour une orgie (1966) ist Hallucinations sadiques dabei Bastids Annäherung an den primär über ausländische Produktionen ins französische Kino eingeschleppten „gothic horror“ – ein lustvolles Spiel mit klassischen Versatzstücken: Ein langsam verfallendes, altes Schloss, dem man Spuk nachsagt und in dem spiritistische Séancen abgehalten werden, soll renoviert werden – doch die dafür einberufenen Gäste sind mehr auf erotische Vergnügungen aus. Bald müssen sie jedoch feststellen, dass das Gebäude sich seinen schlechten Ruf redlich verdient hat.

Sadistische Halluzinationen
Frankreich 1969. R: Jean-Pierre Bastid. D: Daniel Gélin, Anouk Ferjac, Michel Subor. Musik: Derry Hall. 81 Min. 35mm. OmeU

Einführung: Christoph Huber

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