Im Mexiko der Barockzeit war sie bekannt als die „Zehnte Muse“, Inés de la Cruz, die sich mit 20 Jahren in ein Kloster zurückzieht, um ihren Studien der Astronomie, der Poesie, der Philosophie und Theologie nachgehen zu können. Der Film erzählt die Geschichte und das bittere Ende der gelehrten Ordensfrau. In dieser Kolonialzeit ist Mexiko von zwei konfligierenden Mächten beherrscht, der spanischen Krone und der katholischen Kirche. Sor Juana steht unter dem Schutz der Vizekönigin; trotz der räumlich streng getrennten Welten entwickelt sich zwischen den beiden Frauen ein inniges und sinnliches Verhältnis, eine leidenschaftliche Zuneigung, bei aller Gegensätzlichkeit ihrer Lebensentwürfe. In einer Schlüsselszene kommen sie zwischen den beiden nicht nur im Dialog zur Sprache, sondern werden in der außerordentlichen Körpersprache von Dominique Sanda und Assumpta Serna in ihrer radikalen Unterschiedlichkeit sichtbar. (Karola Gramann)
Ich, die Unwürdigste von allen
Argentinien 1990. Drehbuch: Maria-Luisa Bemberg, Antonio Larreta nach dem Essay Sor Juana Inés de la Cruz o las trampas de la fe von Octavio Paz. Kamera: Félix Monto. Schnitt: Juan Carlos Macías. Musik: Luis María Serra. Darstellung: Assumpta Serna, Dominique Sanda, Hector Alterio, Lautaro Murúa. 35mm. Farbe. 105 Min. OmeU
Einführung: Karola Gramann
Gezeigt in der Filmreihe
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