„Allen Menschen gewidmet, die den Mut haben, anders zu sein, um sich selbst zu sein.“ So der Vorspann. Bembergs letzter Film basiert auf einem surrealistischen Text von Julio Llinás. Die Handlung spielt in den 1930er Jahren in der argentinischen Provinz. Erzählt wird die Geschichte einer kleinwüchsigen Frau, über deren sichtbares Anderssein in der Kleinstadt man nicht spricht. Unter dem von der Mutter errichteten Tabu wird die Heranwachsende in die Gesellschaft eingefügt, bis sie am Ende ausbricht und sich in ihrem Anderssein zeigt, sich über alle Konventionen des Sprechens und Schweigens erhebt. Alejandra Podestá in ihrer ersten Rolle hat den Mut, sie selbst zu sein und ihre Besonderheit auszuspielen. (Karola Gramann) „Wenn die Heldin am Schluss in einer sturmdurchtosten Nacht auf einem Schimmel mit dem Zirkus davonreitet, ist das auch heute ein träumerischer Akt der Befreiung aus Umklammerung durch Mutter und Ehemann.“ (Silvia Hallensleben)
Darüber spricht man nicht
Argentinien/Italien 1993. Drehbuch: María Luisa Bemberg, Jorge Goldenberg, Aldo Romer nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von Julio Llinás. Kamera: Félix Monto. Schnitt: Juan Carlos Macías. Musik: Nicola Piovani. Darstellung: Alejandra Podesta, Luisina Brando, Marcello Mastroianni, Jorge Luz, Mónica Villa. 35mm. Farbe. 106 Min. OmeU
Mit Abschlsusdiskussion nach dem Film
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