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  • Arbeit, Film, Protest – Von und mit Enzio Edschmid

  • 6. bis 8. Mai 2026 // Historisches Museum & Festsaal im Studierendenhaus & Kino des DFF

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Mit dem ersten Jahrgang der neu gegründeten Filmhochschule DFFB (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin) begann Enzio Edschmid 1966 sein Studium. In den ersten Filmen zeigen sich sowohl die politischen Anliegen im Geiste der „68er“, wie auch experimentelle und poetische Qualitäten. Zusammen mit Gerd Conradt drehte er drei Kurzfilme an der Hochschule. Vor Edschmids Abschluss wird sein Ausbildungsverhältnis zusammen mit dem von 17 weiteren Studierenden nach einem Konflikt mit der Hochschulleitung aufgekündigt.

Im weiteren Verlauf wurde Arbeit zu einem zentralen Thema in Edschmids Filmen. Zusammen mit Gernot Steinweg, Bina Elisabeth Mohn und Petra Vasile gründete er 1974 die Gruppe Arbeit und Film in Frankfurt am Main. Im filmischen Kollektiv wurden Streiks und Arbeitskämpfe begleitet und häufig in Gewerkschaftskontexten gezeigt. Gleichzeitig dokumentierte Enzio Edschmid Proteste der Zeit in Frankfurt auf 8mm-Film. So hielt er etwa Demonstrationen gegen die Räumung besetzter Häuser im Westend fest. Der Film Die ehrbare Sucht aus dem Jahr 1983 ist eine Fernsehreportage für den WDR, in der Edschmid den Alltag eines arbeitssüchtigen Arztes porträtiert.

Neben Enzio Edschmid sind Gerd Conradt und Gernot Steinweg zu Gast. Zum Programm Westend ist überall gibt es mit Zeitzeug*innen der Hausbesetzung Sibylla Flügge, Hans-Peter Hoogen und Giuseppe Pontoni ein Gespräch.

Organisiert von Sophia Edschmid, Valentin Herleth (Filmkollektiv Frankfurt) & Angela Jannelli (Historisches Museum Frankfurt).

In Kooperation mit dem Erinnerungsprojekt „Bibliothek der Generationen“ des Historischen Museum Frankfurt.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit:

Gefördert von:

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