>> Newsletter-Anmeldung // Deutsch

Alfred Schnittke (1934-1998) zählt zu den bedeutendsten und meistgespielten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Für den jüdischstämmigen, später zum Christentum konvertierten Deutsch-Russen, der zunächst in Moskau, später in Berlin und Hamburg wirkte, war das Gefühl kultureller Heimatlosigkeit zentraler Aspekt der Welterfahrung. In seinem Werk vermengen sich verschiedene Einflüsse – sowjetische und westeuropäische, jüdische und christliche, traditionelle und avantgardistische – zum Kompositionsprinzip der „Polystilistik“. 

Die Filmreihe des Filmkollektiv Frankfurt widmet sich Schnittkes Schaffen als Filmkomponist während seiner sowjetischen Schaffensperiode. In 10 Langfilmen und 3 Kurzfilmen (u.a. Filme von Elem Klimow und Larissa Schepitko) präsentiert die Reihe Schnittkes Filmmusik-Kosmos als „Stil-Labor“, das dem Komponisten zur Erprobung polystilistischer Konzepte diente. 

In mehreren Vorträgen und Einführungen werden neben filmmusikhistorischen Besonderheiten auch die zahlreichen Querverbindungen zu Schnittkes berühmten klassischen Kompositionen, wie der 1. Sinfonie (1969-72), dem 1. Concerto grosso (1977) oder dem Klavierquintett (1972-76), beleuchtet. 

Zu Gast ist am 25. März der Filmmusik-Dirigent und Schnittke-Spezialist Frank Strobel, der zahlreiche Neueinspielungen von Schnittkes Filmmusiken leitete. Im Mai findet zusätzlich ein Mini-Konzert mit zwei kammermusikalischen Werken Schnittkes im Kinosaal des DFF statt. 

Kuratiert von Sebastian Schwittay, Filmkollektiv Frankfurt e.V.

Diese Reihe folgt der Idee und dem Anliegen unserer Anfang 2025 durchgeführten, ausgesprochen erfolgreichen Reihe „The Replacement Business – Alternative und abgelehnte Filmmusik in Hollywood“ – ebenfalls konzipiert von Sebastian Schwittay –,  den im Filmdiskurs vernachlässigten Aspekt der künstlerischen Bedeutung der Filmmusik größere Aufmerksamkeit zu widmen.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit:

Gefördert von:

In Zusammenarbeit mit:

Filme der Reihe

Zum Programm-Archiv